ACHTUNG – MACHT SÜCHTIG!
Um sich vor einigen Jahrhunderten in chinesischen Klöstern gegen Angriffe von Räubern und Dieben zu verteidigen, mussten die Mönche eine effektive Art der Verteidigung erlernen.
Für die Sicherheit des Klosters war es wichtig, dass sie in kürzester Zeit lernten, erfolgreich zu kämpfen. Es war nicht sinnvoll, erst jahrelang Grundübungen zu lehren – von Anfang an war das reale Kämpfen Inhalt und Ziel der Ausbildung. Die damaligen Söldner, Diebe und Räuber waren auch immer in dem Besitz von Waffen und kriegerischer Ausrüstung, so dass es für die Mönche wichtig war, ihre Kampfkunst auch auf den Umgang mit verschiedenen Waffen auszuweiten. Mit einer waffenlosen Kampfkunst gegen schwer bewaffnete Angreifer zu bestehen war äußerst schwierig und ist es heute noch.
In vielen Kampfkünsten und Kampfsportarten ist der Umgang mit den Waffen, wie z.B. dem Langstock oder dem Säbel, nur den fortgeschrittenen Schülern oder sogar nur den Lehrern vorbehalten – nicht so in der Kung-Fu-Schule Wetzlar. Denn diese beiden Waffenarten definiert man in dem traditionellen Kung-Fu als Grundwaffe.
Bei uns erlernt man hochfunktionale Techniken ohne unnötige „Schnörkel“.
Der Langstock ist im Waffentraining die erste Grundwaffe der Kung-Fu-Schule Wetzlar und wird traditionsgemäß als erste Waffe unterrichtet. Dies liegt nicht daran, dass der Langstock die einfachste Waffe ist, sondern intramuskulär betrachtet die wichtigste.
Die Kampfkonzepte bringen dem Schüler auf einfache und logische Weise die Kunst des Kampfes mit der Waffe bei, wobei besonders auf eine Lehr- und Lernstruktur geachtet wird, um das Verletzungsrisiko während des Übens möglichst gering zu halten. Dadurch ist der Unterricht mit dem Langstock auch für alle Interessenten gleichermaßen geeignet – egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittener.
Anfangs erlernt man eine Grundform, in der alle Bewegungsabläufe enthalten sind, die später in den Kampfübungen benötigt werden. Diese Kampfübungen werden dann selbstverständlich mit einem Partner ausgeführt, was natürlich ein Höchstmaß an Konzentration und Aufmerksamkeit erfordert, da wir die Bewegungen so ausführen, dass wir den „Gegner“ auch treffen würden.
Die Waffe wird in erster Linie nicht als Tötungsinstrument gesehen, sondern vielmehr als der "Lehrer", der dem Kung-Fu-Praktiker Fehler in der Körperstruktur, in der Distanz und dem daraus resultierenden Timing, sowie dem Winkel (Position) sofort aufzeigt und erklärt. Gerade der Langstock hilft dem Schüler, die richtigen Körperstrukturen aufzubauen, denn nur mit der richtigen Struktur des Körpers ist ein müheloses Hantieren des Langstocks mit Kraft und Dynamik möglich.
Der Säbel ist eine der wichtigsten Grundwaffen. Im Unterricht beginnen wir mit dem Erlernen der Säbelform und gehen dann zu den Kampfübungen über, die zusammen mit einem Trainingspartner ausgeführt werden. Hierbei haben natürlich wie beim Training mit dem Langstock Konzentration und Aufmerksamkeit oberste Priorität, da wir mit echten Waffen trainieren. Im Partnertraining werden Kampfübungen mit Langstock gegen Säbel, oder Säbel gegen Säbel ausgeführt.
Das Kämpfen mit dem Säbel schult Reaktion, Koordination und Präzision und trainiert dabei den gesamten Muskelapparat...ganz nebenbei macht es eine Menge Spaß.
Die beiden Waffenformen werden in einem Kurs angeboten.

Das Kämpfen mit dem Säbel schult Reaktion, Koordination und Präzision und trainiert dabei den gesamten Muskelapparat...ganz nebenbei macht es eine Menge Spaß.
Die beiden Waffenformen werden in einem Kurs angeboten.
